Sonntag, 26. Juni 2016

Henris Bücherregal - Juni 2016 mit 28 Monaten

Henri hat sehr viele Bücher, die in einem Regal stehen, an das er jederzeit dran kommt. Fast jede Woche kommt ein neues Buch dazu und vor allem abends ist bei uns Lesezeit. Aber oft holt er sich auch ein Buch tagsüber und bringt es mir zum Anschauen und Vorlesen. Über seinem Bett hängt ein weiteres Regal, wo Henri eine kleine Auswahl der aktuell beliebtesten Bücher finden kann. Diese Bücher tausche ich sehr regelmäßig aus und zu diesen Büchern greift er aktuell immer am meisten.
Henri ist jetzt 28 Monate alt und folgende Bücher gehören im Moment zu seinen Lieblingsbüchern.

Ganz großer Favorit ist das Buch "Heule Eule". Ich weiss nicht wie oft ich es schon vorlesen durfte, Henri kann es bereits auswendig mitsprechen, aber immer wieder möchte er es hören und anschauen.
Unheimlich gerne schaut er sich auch das Buch "Heute bin ich" von Mies van Hout an. Das Buch ist in leuchtenden Ölpastellfarben gemalt und auf jeder Seite gibt es einen bunten Fisch zu sehen. Jeder Fisch drückt ein anderes Gefühl aus; mal ist es eine schöne, mal eine verwirrende Stimmung, manchmal eine heftige Empfindung, manchmal eine ganz zarte. Das Bilderbuch nimmt einen mit auf eine Reise durch die Welt der Gefühle. Noch kann Henri mit einigen Gefühlen noch nicht wirklich etwas anfangen, aber er wird angeregt, über verschiedene Gefühle zu reden und sie zu benennen.
Sehr beliebt seit kurzem ist auch der Klassiker "Das Grüffelo", auch wenn ich festgestellt habe, dass Henri Bücher in Reimform nicht ganz so gerne mag wie ohne Reimen, ist er vom Grüffelo fasziniert.
Auch das Buch "Ein neues Häuschen für das Mäuschen" schaut sich Henri im Moment sehr gerne an. Das Buch ist sehr schön illustriert und hinter großen Klappen kann man sich überraschen lassen.
Hoch im Kurs steht nach einem Besuch mit der Kita bei der hiesigen Feuerwehr  das Buch "Die Feuerwehr" aus der "wieso, weshalb, warum-Reihe". Ich denke zu den Büchern mit den vielen Klappen und Erläuterungen muss ich nicht viel sagen.
Besonders gut gefällt Henri und auch mir im Moment das französische Buch "Le Petit déjeuner de la famille Souris". Wir haben es letztes Jahr in unserem Frankreichurlaub gekauft und die Geschichten der kleinen Mäusefamilie sind auch für Erwachsene ganz besonders schön anzuschauen. Die Mäuse backen, sind geschäftig, kochen, erleben Abenteuer, sind mutig und geschickt, tun sich weh, sind müde, sind klein und groß... Man kann zu den Bildern so vieles erzählen. Die Geschichte ist kurz und leicht verständlich und die Zeichnungen einfach nur zauberhaft. Der Autor und Illustrator Kazuo Iwamura, geboren 1939 in Tokio, ist einer der bekanntesten japanischen Bilderbuchkünstler. Sein Werk wurde mehrfach ausgezeichnet. Die Bücher rund um die Mäusefamilie gibt es auch auf deutsch und sie sind im Moment mein persönlicher Favorit.
Ich bin gespannt welche Bücher sich nächsten Monat in Henris Bücherregal befinden und was ich so alles vorlesen darf.

Mittwoch, 22. Juni 2016

Schnittchenzeit

Freibadzeit ist Schnittchenzeit oder einfach abends auf dem Balkon noch ne Runde gammeln, Füße hochlegen und dabei Schnittchen essen oder jetzte wieder beim Fußballgucken.... das sind die Momente wo es bei uns Schnittchen gibt.
Gestern Abend gab es bei uns Käse-Kräuter-Tomaten- Schnittchen mit Dill, Borretsch und Petersilie und frischem Tramezzini und Radieschen, also alles was der Balkongarten so hergibt.
Frischkäse oder Butter drunter, damit es zusammen klebt und alles andere dazwischen.
Guten Appetit!

Montag, 6. Juni 2016

Zwei Kinder unter Zwei - mein Mamaalltag


Wir haben zwei Kinder: Henri war 21 Monate alt, als Kind Nr. 2 namens Maxi geboren wurde. Ein recht knackig kurzer Altersabstand, aber da wir nicht mehr die jüngsten Eltern sind, so fast gewollt.
Der Unterschied zu nur einem Kind ist, dass ich eigentlich 24 Stunden mit mindestens einem Kind zusammen bin. Als es nur den MiniFlo gab, konnte ich den mal für einige Stunden an den Papa oder Großeltern "abschieben". Aber bei zweien wird das einfach schwierig und nicht jedem möchte ich zwei Kinder auf einmal geben.

 
Die kleine Madame schläft nach wie vor nur in meinem Bett, am besten mit ganz viel Körperkontakt und weckt mich nachts mehrere bis sehr viele Male zum Stillen.
Tagsüber will sie inzwischen permanent unterhalten werden. Sie braucht wahnsinnig viel Input, schnell wird ihr langweilig und von meinem Arm ist sie in den letzten Wochen eigentlich nicht runter. Ich kann noch nicht einmal in Ruhe aufs Klo. Mit ihren sechseinhalb Monaten fängt sie gerade das Robben an und ich freue mich schon wenn sie selbst vorwärts kommt.

Vormittags bis 12 Uhr ist der MiniFlo in der Kita. Zweimal die Woche kommt Anne, unsere Tagesmutter, vormittags für 3 Stunden zu uns, so dass ich in Ruhe mal arbeiten kann. Eine Elternzeitvertretung für uns würde nicht viel Sinn machen und so habe ich direkt nach den Geburten wieder zuhause gearbeitet. Quasi vom Schreibtisch in die Klinik und wieder zurück an den Schreibtisch. Oft bin ich dankbar nicht nur Mama zu sein, aber manchmal wünschte ich mir auch es wäre anders und ich könnte auch mal nur was für mich machen und hätte nicht ständig ein schlechtes Gewissen.
Wenn der MiniFlo um 12 Uhr nach Hause kommt, essen wir alle gemeinsam zu Mittag. Anschließend wird bis ungefähr 15 Uhr Mittagsschlaf gemacht, den ich mit den Kindern mache, da Maxi auch tagsüber nur mit mir länger schläft. Alleine ist sie nach 20 min wieder wach. Nachmittags gehen wir dann, wenn es nicht regnet, raus. Auf den Spielplatz, treffen uns mit Freunden oder gehen Spazieren. Hund Mozart ist da auch meistens mit dabei. Abends wird meistens gekocht, das muss in letzter Zeit immer schnell gehen, da Maxi sich nicht wirklich lange ablegen lässt. Dann wird gegessen und anschließend die Kinder Bettfertig gemacht. Wenn der Mann abends Zeit hat, bringt er Henri ins Bett und ich Maxi. Ansonsten gehe ich mit beiden Kindern zusammen schlafen, Maxi wird in den Schlaf gestillt, solange darf Henri auf dem Handy etwas spielen oder sich einen kleinen Film anschauen. Anders würde es nicht gehen, nur so ist er leise genug, damit Maxi einschläft. Wenn Maxi schläft, lese ich Henri noch etwas vor, wir singen ein bis viele GuteNachtlieder und irgendwann schläft er eng an mich gekuschelt ein. Nun kann ich eigentlich auch nicht mehr und würde am liebsten nicht mehr aufstehen, aber wenn ich schlafen ginge, wäre ich ja tatsächlich nur noch Mutter. Auch muss Hund Mozart nochmal sein Pipi in den Garten machen. Die ein bis zwei Stunden am Abend brauche ich dann noch für mich bzw. für uns.
Henri ist ein toller großer Bruder, er liebt seine Schwester sehr und gerade in den letzten Wochen versucht er immer mehr mit ihr zu spielen. Maxi vergöttert ihren großen Bruder und strahlt in immer an. Sie lacht über seinen Unfug und Henri gibt sein Bestes um seine Schwester zu unterhalten. Die ersten Monate hat Henri ganz schön eifersüchtig reagiert. Er wich nicht mehr von meiner Seite, wollte auch den ganzen Tag bei mir im Arm oder auf dem Schoß sein und auch nachts musste ich stets für ihn da sein. Zum Glück schlief Maxi die ersten Monate sehr gut und viel und ich konnte viel für Henri da sein. Nach ungefähr drei Monaten wurde die Eifersucht bei Henri weniger und er konnte sich nun auch immer mehr auch mal alleine beschäftigen und wollte nicht permanent Körperkontakt.

 

Ich liebe es Mama zu sein, auch wenn es im Moment oft wahnsinnig anstrengend ist und ich oft tot müde bin, da beide noch so klein sind und ganz viel Mamakuscheleinheiten brauchen. Oft weinen beide gleichzeitig und ich schaue nur bei wem es schlimmer ist. Der wird als erstes auf den Arm genommen. Denn wenn Henri mich braucht, dann findet er seine kleine Schwester auch richtig doof und lästig und ist sehr zickig.
Ich bin froh, dass wir auf Hilfe zurückgreifen können, beide Großeltern wohnen in der Nähe, wir haben eine Tagesmutter, die  für einige Stunden die Woche zu uns nach Hause kommt und für Notfälle einen Babysitter, dem ich wenigsten ein Kind mal für ein bis zwei Stunden anvertrauen kann. So kriege ich irgendwie ein Baby und ein Kleinkind, Hund, Haus, Garten und Beruf unter einen Hund. Zum Glück ist Flo ein ganz toller Papa und für ihn ist es selbstverständlich, wenn er nicht arbeitet, die Kinder zu wickeln, mit ihnen zu spielen oder auch den Großen ins Bett zu bringen und neben ihm zu liegen bis er einschläft.
Es ist ja auch nicht so, dass man die ganze Zeit nur vor sich hin leidet als Eltern, aber man funktioniert schon sehr und ist natürlich immer in Halbachtstellung, weil man weder Baby noch Kleinkind groß aus den Augen lassen kann. Das sorgt schon für einen konstant hohen Stresspegel. Und weil das Kleinkind so klein ist und auch noch so viel Mama braucht, hat man gleich immer noch ein paar Schuldgefühle parat, wenn man beim Spielen abbrechen muss, weil sich ein hungriges Baby meldet. Deswegen freue ich mich auch wenn das zweite erste Babyjahr vorbei ist und Maxi etwas selbstständiger wird.
Kraft schöpfe ich aus den schönen Momenten mit den zwei Räubern und von denen gibt es genug. Wenn ich die beiden beobachte, wie sie mittlerweile miteinander agieren, quillt mein Herz vor lauter Liebe fast über.

Samstag, 4. Juni 2016

Kinderkunst - Aufheben oder Wegwerfen?

Ich bin ja immer etwas hin- und hergerissen. Einerseits möchte ich gar nicht so in der Vergangenheit leben und soviel Zeit damit verbringen, Dinge aus der Vergangenheit zu sammeln. Gleichzeitig merke ich aber, wie wichtig es für die Kinder ist, in ihrer Vergangenheit zu stöbern. Fotoalben und alte Zeichnungen und Malereien anschauen, Fragen stellen, Wiedererkennen. Was bin ich für ein Mensch? Wer war ich, wo will ich hin? Was und wie habe ich denn da gemalt? Ich selbst freue mich auch, wenn ich alte Kinderzeichnungen von mir finde, Schnipsel von Briefen oder Tagebucheinträgen. Meine Mutter hat mir vor einiger Zeit eine ganze Mappe mit alten Zeichnungen und Malereien mitgebracht und einen ganzen Nachmittag war ich in diese Mappe versunken und habe mir alles begeistert angeschaut.

Leider ist es aber auch so, dass man gar nicht sooo viel Platz hat um alles aufzuheben. Ich bin ein Mensch, der sich gerne von zu viel Gerümpel trennt. Wegwerfen ist für mich ein Aufatmen, macht Platz für Neues, neue Gedanken und Ideen. Aber bringe ich es auch übers Herz, die Kunstwerke meiner Kinder wegzuwerfen? Henri hat in seinem zarten Alter von noch nicht einmal zwei Jahren schon einiges an Kunst produziert, vor allem seit er seit einigen Wochen in der Kita ist. Voller Stolz hat er die Sachen gemacht und mir ganz stolz präsentiert. Aber die Stapel werden nicht kleiner und so habe ich mich entschlossen, die Werke zu fotografieren, hier zu präsentieren und mich dann von ihnen zu trennen. Einmal im Jahr kann ich dann von den gesammelten Fotos ein Fotobuch kreieren und so bleiben alle Kunstwerke erhalten.
Eine kleine Auswahl der letzten Wochen seht Ihr hier, teilweise von Henri schon ganz alleine gemalt und gebastelt, teilweise natürlich mit Hilfe von uns Erwachsenen:
In den letzten Wochen malt Henri immer öfter. Wenn ich am Schreibtische sitze, bittet er auch "arbeiten" zu dürfen. Wir haben schon vor einigen Monaten einen weiteren Schreibtisch in mein Büro gestellt, so dass sich Henri neben meinen Tisch setzen kann und vor sich hinmalt. Seine Bilder werden immer bunter und er probiert alle möglichen Farben aus, wie Filzstifte, Wassermalfarben, Wachsmaler oder Fingerfarbe. Fingerfarbe wird aber nicht mit den Fingern gemalt, sondern mit einem Pinsel. Henri mag es überhaupt nicht, wenn seine Finger schmutzig werden.

Sonntag, 29. Mai 2016

12tel Blick im Mai 2016

Der 12tel Blick ist ein tolles Projekt von Tabea auf ihrem sehr schönen Blog. Jeden Monat - zwölfmal im Jahr - mache ich ein Foto von meinem persönlichen Aussichtspunkt. Die unterschiedlichen Jahreszeiten, das Wetter, Licht und Schatten lassen das Foto immer unterschiedlich aussehen. Das einzige was gleich bleibt, ist der Bildausschnitt. Ich bin gespannt, wie sich mein Foto im Lauf des Jahres verändern wird, wie die Natur es/sich verändert und wie unterschiedliche Tageszeiten und Lichtverhältnisse das Foto beeinflussen und somit auch ganz unterschiedliche Stimmungen gezeigt werden.
Dies ist mein Maiblick:

 
 
Der kleine Waldsee befindet sich oben auf dem Schwanberg, ein kleiner Berg am Rande des Steigerwaldes in Unterfranken. Bekannt ist der Berg vor allem durch seine exponierte Lage, das weithin sichtbare Schloss mit der dazugehörigen Parkanlage sowie ein geistliches Zentrum. Man kann dort oben wunderbar wandern und in den Wäldern spazieren gehen. Durch das ebene Gipfelplateau und die auf drei Seiten steil abfallenden Hänge ist der Schwanberg seit Jahrtausenden ein Zufluchts- und Siedlungsort des Menschen. In der Mitte des Sees, der sehr tief sein soll und wohl als Wasserdepot für die Kelten funktionierte, befindet sich eine kleine Insel. Man kann einmal komplett um den See herumlaufen und mein Standpunkt für das Foto ist eine Bank auf der Ostseite des Sees.
Der Maiblick ist bei gewittrigem, sehr schwülem Wetter aufgenommen worden, ISO 320,  Blende  4,5, 1/800tel Sekunde Belichtungszeit und 17 mm Brennweite. Der Blick wird immer grüner.
 
Und so sehen die anderen 12tel Blicke aus: